Als Yimu 2014 nach Berlin zog, machte er das, was alle Neuankömmlinge machen: Er googelte nach einem Treffen für chinesische Sprache und Kultur. Die Trefferliste war, für die deutsche Hauptstadt etwas peinlich, fast leer. Er schaute auf den Bildschirm und dachte: "Naja, warum nicht selbst eines gründen?"
Ein paar Wochen später lernte er in einer Berliner Bar - wie es sich gehört - Xuedi kennen. Auf dem Papier Hamburger, im Herzen Pekinger; Xuedi wird dich gern davon überzeugen, dass er chinesischer ist als die Hälfte Pekings, und er hat die sieben Jahre, die er dort gelebt hat, als Beweis. Fünf, sechs, vielleicht sieben Biere später war aus einer Bierdeckel-Skizze ein richtiger Plan geworden: ein chinesisch-deutsches Sprach- und Kulturtreffen.
Die Idee war einfach, fast schon stur einfach: Leute aus aller Welt an einen Tisch holen, Chinesisch oder Deutsch sprechen lassen (oder welche Sprache sie sonst dabei haben), und schauen, was passiert. Egal ob du gerade Mandarin lernst, dein Deutsch auffrischen willst oder einfach neugierig auf eine andere Kultur bist - du bist willkommen.